Pressemitteilung vom 9. Juli 2007

 

Viele Apotheker haben ein Problem damit, dass die pharmazeutische Großhandlung GEHE jetzt zu einem Unternehmen gehört, das ihnen auf Einzelhandelsebene Konkurrenz macht. und die Kettenbildung forciert. Sie fühlen sich getäuscht und sind enttäuscht. Resignation bewegt aber nichts, Einigkeit macht stark! Einigkeit kann man auf unterschiedliche Weise demonstrieren. Zum Beispiel,. indem man die Grafik „Können diese Augen lügen?“ aufhängt, mit der die Vertreter von GEHE bei ihren Besuchen in der Apotheke dann stets als Warnsignal konfrontiert werden. Ein interessantes Detail dieser Grafik bilden die Augen Dr. Fritz Oesterle, dem Vorstandsvorsitzenden des Mutterkonzerns Celesio AG.

 

 

 

Können diese Augen lügen?  

 

Celesio-Vorstandschef  Dr. Fritz Österle hat Doc Morris gekauft, um den Apothekern zu helfen. Sagt er. Die pharmazeutische Großhandlung Gehe, die Apotheker mit Arzneimitteln beliefert,  ist jetzt in der gleichen Hand wie Doc Morris. Jetzt werden auch die Kunden der Apotheker gleich mitbeliefert. Ist es nicht ein wahrer Freundschaftsdienst, wenn man den Apothekern möglichst viel Arbeit und Gewinn abnimmt? Was sollen sich die Geschäftsfreunde denn lange quälen. So sieht wahre Freundschaft in den Augen des Vorstandsvorsitzenden Dr. Oesterle aus. Können seine Augen lügen?

 

Diese Augen hat der Duisburger Apotheker und Künstler Rudolf Kley auf einer „talismatischen Grafik eingefangen. Wer als Apotheker die

Botschaft von Dr. Oesterle wohl hört, aber nicht so ganz glauben kann, kann sich jetzt durch das Aufhängen dieser Grafik vor den angekündigten Unheil schützen. „Wenn die Grafik in jeder Apotheke hängt, wirft sie mit ihrer Aura Wellen bis nach Stuttgart, dem Hauptsitz von GEHE.“ Das behauptet jedenfalls ihr Schöpfer.

 

1980 wurde die Gehe Niederlassung in Duisburg, dem Sitz der Mutter aller Haniel Töchter - Gehe ist ein. Konzernunternehmen der Franz-Haniel & Cie. GmbH- eröffnet. Mit dabei waren die Bilder von Rudolf Kley. Eingeladen wurde hierzu mit einem Heft im DIN A3 Format mit dem Titel „Hatschi!!! Gesundheit. Auf Seite 2 findet sich ein Porträt von Rudolf Kley mit der Bildunterschrift: „Herr Kley, unter den Malern sind sie der bekannteste Apotheker und unter den Apothekern der bekannteste Maler. Was machen Sie denn am 8. und 9. November bei GEHE?“ Darauf Rudolf Kley

 „Ich sehe mir an, wie sich meine Kolleginnen und Kollegen meine Bilder ansehen. Ich höre mir an, wie mich der Kritiker bei der Vernissage kritisiert. Und ich mache ganz verschämt mein Portemonnaie auf, wenn mir jemand für schnöden Mammon eines meiner geliebten Bilder wegnehmen will.“

 

Heute glaubt Rudolf Kley , dass Doc Morris im Auftrag von Dr. Oesterle das Portemonnaie des Apothekers aufmacht, um ihm seine Apotheke wegzunehmen.. Nicht auf einen Schlag, sondern peu a´ peu . So wie Politikern in persönlichen Anschreiben von Dr. Oesterle  peu a´ peu Sand in die Agen gestreut wird, damit sie nicht mehr die traditionsreiche Deutsche Apotheke sehen, sondern nur noch Ketten im Auge haben, nach Möglichkeit ausschließlich Gehe - Ketten durch Einschränkung der Niederlassungsfreiheit für Apotheker. Wer behauptet jetzt noch, dass diese Augen nicht lügen?

Und es gibt für Kley noch einen Grund, diese Grafik in jeder Apotheke aufzuhängen. Ihr Wert steigt, wenn die Celesio Aktie fällt. Vielleicht sollten sich auch die Celesio Aktionäre das Bild schon mal aus dem Internet herunterladen, unter  www.deapo.de

Keine Besserung in Sicht: Die Celesio-Aktie fällt seit Ende April. Illustration: APOTHEKE ADHOC

 

 

Biografische Anmerkungen

 

Rudolf Kley ist Jahrgang 1946. 1980 hat er die Grafik zum Deutschen Apothekertag in München gemacht und 1982 auf dem Apothekertag in Düsseldorf seine Werke ausgestellt –u.a. auch ein Teile der abstrakten Bildfolge, mit der er 1985 Aufnahme im Guinnessbuch der Rekorde fand. Immer wieder hat er sich in Beiträgen in der Fachpresse zu Wort gemeldet.  Auch über seine künstlerische Aktivitäten und Aktionen wurde verschiedentlich dort berichtet. Mit den Bilder seiner Ausstellung „Nur Arzneimittel sind Arzneimittel“ ist seine Malerei ganz in die Pharmazie eingekehrt. Die „art-collektion“ der Firma Lauer-Fischer wurde mit einem Werk von ihm begründet. 2007 gründete er die „Initiative gegen die Enteignung von Volksgesundheit“, die eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel auf den ermäßigten Steuersatz fordert.

zurück   zur "DOKMODÄ-Grafik"  zur Grafik "Von Wirtschaften und Vettern!"