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------------------------------------------------------------------------ Duisburg - Kleinen Parteien wird die Wahl ihres Oberbürgermeisterkandidaten aus unerfindlichen Gründen erschwert. Duisburg ist hierfür ein Paradebeispiel. Hier treten 11 Kandidaten an. Eine realistische Chance hat nur der Amtsinhaber Adolf Sauerland. Aber wie war das mit den Pferden vor der Apotheke? Vielleicht gelingt ja dem Herausforderer Jürgen C. Brandt doch ein Arbeitssieg, auch wenn ihm die Herzen der Bürger nicht besonders zufliegen. Immerhin soll er ja schon mehr als 1100 Wahlkampfveranstaltungen hinter sich gebracht haben. Alle andere Parteien –Grüne, FDP, Linke z.B. – stehen ganz klar auf der Verliererseite, wie die restlichen Sechs eben auch. Wenn nicht noch ein Wunder geschieht. Für Rudolf Kley, Oberbürgermeisterkandidat der BÜRGER UNION DUISBURG – Freie Wähler NRW, grenzte es deshalb schon fast an Volksverdummung, als der Leserbeirat der WAZ zu einer Veranstaltung mit den 5 aussichtsreichsten Kandidaten einlud. „Die selben Kandidaten treffen sich dann auch auf Einladung der Wirtschafsjunioren im Haus der Unternehmer. Unklar ist, wer hier eingeladen wurde. Aber es ist schon merkwürdig, dass der Kreis sich deckt.“ Alles Etikettenschwindel? Rudolf Kley hat mit der Redaktion der WAZ gesprochen und nach dem Grund der Benachteiligung der nicht eingeladenen Kandidaten gefragt, deren Chancen, gewählt zu werden, ja durchaus mit denen der eingeladenen Kandidaten gleichzusetzen ist. „Klar liest sich das nicht gut, „2 aussichtsreiche Kandidaten und 3 Loser!“ in der Einladung. Wer geht dann da schon hin?“ Die Antwort hat Rudolf Kley nicht zufrieden gestellt, denn an der Werbung für die Veranstaltung hatte sich zunächst nichts geändert. Wer weder CDU noch FDP seine Stimme geben will, seine Stimme aber auch nicht verschenken will, denkt möglicherweise nur noch an die restlichen 3 Kandidaten, weil sein Wählerhirn durch die Zeitungsveröffentlichungen so vorprogrammiert wurde. Positiv erwähnen muss man allerdings, dass bei allen Kandidaten ein Hausbesuch stattfand und sie damit den WAZ/NRZ –Lesern ausführlich vorgestellt wurden. Etwas Vergleichbares gibt es bei der Rheinischen Post in Duisburg bisher nicht. Hier wird nur mit Stellungnahmen der gleichen fünf Parteien zu unterschiedlichen Themen jongliert. „Bei der letzten Kommunalwahl trat ich als OB-Kandidat und völliger Neuling gegen den sehr bekannten FDP-Politiker Holger Ellerbrock an, langjähriger Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordneter. Aus dem Stand heraus habe ich ein Ergebnis erzielt, das nur 0,18 % schlechter war. Warum also solche Vorschußlorbeeren für einen anderen, relativ unbekannten FDP-Politiker?“ fragt sich Rudolf Kley. Der Gerechtigkeitssinn von Rudolf Kley ist verletzt. „Schließlich legt erst der Wähler am Wahltag die Rangfolge unter den Kandidaten fest. So ein Vorgriff durch die Presse missachtet dies ganz offensichtlich aus sehr durchsichtigen Beweggründen!“ Rudolf Kley – über Duisburg hinaus als Apotheker, Maler und Aktionskünstler bekannt – hat sich mit einer Grafik abreagiert, der er den Titel „0,18 Prozent“ gegeben hat. „Jeder kann sich diese Grafik von meiner Homepage www.rudolf-kley.de herunterladen und sich als Mahnung an die Wand hängen, dass es nicht alles Gold ist, was die Presse schreibt.“ Durch das Vorgehen der Presse, auch aussichtslose Kandidaten als aussichtsreich vorzustellen, sieht sich Rudolf Kley jedenfalls zu der Überschrift dieser Mitteilung ausreichend legitimiert und signiert diese „Oberbürgermeistergrafik“ gerne, wenn sie ihm vorgelegt wird. Nachtrag. Die WAZ/NRZ hat dazugelernt. In Ihrer Ausgabe vom Samstag, den 1. August 2009 heißt es „Die fünf Kandidaten der Parteien, die bei den letzten Wahlen vor 5 Jahren am besten abgeschnitten haben...“ Einen Schönheitsfehler hat das ganze immer noch, denn die Linke gab es damals noch gar nicht. Die Grafik gibt es aber schon und die Aktion bleibt, weil sich an der Differenz von 0,18% und der Manipulation nichts geändert hat. Der Ausgang der letzten Wahl ist nicht übertragbar. Um die Gruppe klein zu halten wäre eine Auswahl der wenig aussichtsreichen Kandidaten nach dem Losverfahren sicher die gerechtere Lösung gewesen.
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