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„Andererseits würden wir
nicht auf die Idee kommen, das Verständnis für Kunst an einer
Luftpumpe zu erproben“
(Norbert Wolf in „Kunstwerke
verstehen und beurteilen“ 1. Aufl. Düsseldorf Econ Taschenbuch,
1984)
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links
Für den Aufbau des Feldes ist nichts geeigneter als diese
Sinalco-Kästen. rechts "Dieses Schiff
bringt die Kunst weiter!" |
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„Dieses Schiff bringt die
Kunst weiter!“
Als Rudolf Kley vor 24 Jahren die Idee hatte,
dass Weizenfeld in dem sich Vincent van Gogh erschossen hat, aus
Luftpumpen zu rekonstruieren, hatte er mindesten zwei Dinge nicht
bedacht. Erstens, dass sich diese Aktion so lange, fast ein
Vierteljahrhundert lang, hinziehen würde und zweitens, dass
Sinalco-Kästen einen so hervorragenden Träger für dieses Feld
abgeben würden. „Irgendwie muss man die Luftpumpen ja zum stehen
bekommen. Und die gelbe Farbe der Kästen passt wie die Faust auf das
Auge“
Fünftausend Kästen benötigt der
Aktionskünstler aus Meiderich, der dort am Ort eine Apotheke leitet.
30 000 Luftpumpen können darin dann ihren Halt finden. Die Zusage
für die Kästen hat jetzt gerade erhalten. Der größte Teil der
Luftpumpen fehlt noch. „Für mich war es in der Vergangenheit
wichtig, dass ich diese Luftpumpen von Bürgern erhalte. Sozusagen
als Rückkopplung. Als Beweis dafür, dass meine Botschaft angekommen
ist. Aber wenn die Aktion jetzt stattfindet, wird auch die Botschaft
ankommen!“ Davon ist Rudolf Kley fest überzeugt.
Vieles hat er in der Vergangenheit getan, um
an die Luftpumpen anderer Leute zu kommen. Selbst die Polizei hat
zur Jahrtausendwende im Auftrag des Polizeipräsidenten von Münster
Luftpumpen für ihn „verhaftet“. (Einiges davon wird unter
www.luftpumpenfeld.de erwähnt.) Jetzt möchte er gerne aus Anlass
der Loveparade am 24. Juli durchstarten. „Da kommen doch
Hunderttausende nach Duisburg. Da gibt es doch sicher Besucher
dabei, die irgendwo in ihrem Keller noch eine Luftpumpe herumliegen
haben. Die können sie jetzt endlich loswerden.“ Rudolf Kley ist sehr
froh, dass die Loveparade jetzt doch stattfindet. „Natürlich ist das
ein Kulturereignis. Und wenn die Besucher mir ihre Luftpumpen
mitbringen, wird daraus sogar ein Kunstereignis.“ Der Apotheker, der
auch malt (Guinnessrekord 1985 für die längste abstrakte Bildfolge)
und aus dem mit dem Malen verbundenen tollen Gefühl die
Kulturwerkstatt Meiderich schon1978 ins Leben gerufen hat, ist der
Meinung, dass es gar nicht zu viele Luftpumpen werden können. „Wenn
es mehr als 30 000 werden, wird eben angebaut, oder die Luftpumpen
werden dichter gesteckt. Alles ist möglich!“
Ob wirklich alles möglich ist, wird er bald
erfahren. Nämlich dann, wenn er seinen jüngsten Vorschlag dem
Management der Bundesbahn in Duisburg vorgestellt hat. Wenn es eben
geht, möchte er aus den 5 000 Sinalco-Kästen ein Schiff bauen, das
die Besucher der Loveparade in der Bahnhofshalle begrüßen soll.
„Schließlich ist Duisburg der Hafen der Kulturhauptstadt und die
Bundesbahn ein wichtiger Sponsor. Also gehe ich erst einmal vom
guten Willen aller Beteiligten aus.“
Rudolf Kley hat ein Modell von diesem Schiff
aufs Papier gebracht. Nicht maßstabgetreu und nicht perfekt. Aber es
soll die Phantasie der Entscheidungsträger anregen und Sammelbecken
für die Luftpumpen werden. „Nur einen Container aufzustellen, finde
ich ziemlich langweilig. Wenn nur das geht, ist es aber immer noch
besser als gar nichts. Schade dann nur, dass dann der Spruch nicht
mehr zutreffen kann „Dieses Schiff bringt die Kunst weiter!“ Wieso
er glaubt, dass seine Aktion dies kann? „Nun ja, Beuys hat 1981 zu
mir gesagt – als es darum ging, dem erweiterten Kunstbegriff einen
Namen zu geben- „Mach Du es!“ Ich habe es mit ARTART versucht, hat
aber nicht so geklappt. Jetzt bin ich am Ende meiner Aktion auf „VINCANGO“
gekommen. Klingt auch ein bisschen exotischer und ist eine absolute
Neuschöpfung . Da steckt vom Namen her schon Vincent van Gogh drin,
dessen Geist ich im übertragen Sinn ich ja aus dem Luftpumpenfeld
auferstehen lassen möchte. Sein Leben ist die perfekte Illustration
und Inszenierung von Authentizität in der Kunst. Mehr Qualität geht
einfach nicht und dies hat nichts mit seinem Marktpreis zu tun. Es
wird Zeit, dass von der Sache her Kunst, Qualität von Kunst, wie
Kunstpreise entstehen usw. alles transparenter werden. Zu diesem
Thema gibt es jetzt ja auch eine ganze Menge Bücher, die sich den
ganzen Kunstbetrieb aufs Korn nehmen. Kreativität ist eben nicht die
Angelegenheit von wenigen Ausgesuchten oder besonders Erleuchteten.
Vieles kann jeder und hier im Ruhrgebiet überhaupt - die Luftpumpe
ist der Maßstab!“
Jeder, der seinen Beitrag zu diesem Luftpumpenfeld leistet,
unterstützt auf ganz persönliche Weise Ruhr.2010 und gibt der
Kulturhauptstadt seine persönliche Note. Kultur ist das, was
Menschen zu Menschen macht.
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Grafik "Love DU Parade"
und Ausschnitt aus der Grafik |
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Pressemeldung vom 23.April 2010
Luftpumpe statt „Made“
Landtagswahl NRW. Autofahrer sehen vor
Plakaten schon keine Verkehrsschilder mehr. Der Duisburger
Apotheker, Maler und Aktionskünstler Rudolf Kley hat einen
Verschönerungsvorschlag für den Plakat-Wald, der mehrheitlich vom
Steuerzahler finanziert wird. Er möchte dies aber nicht als Aufruf
zur Sachbeschädigung verstanden wissen, sondern legt dies in die
Verantwortung jedes Einzelnen.
„Jeder kann sich auf meiner Homepage
www.luftpumpenfeld.de einen Aufkleber „Ich wähle David!“
herunterlanden und die Plakate damit verschönern. Vielleicht nimmt
ja dann jemand positiv von den Plakaten Notiz.“
Mit David ist die große nackte Figur vor dem
Lehmbruck-Museum gemeint, die in Duisburg schon für Schlagzeilen
gesorgt hat. Der eine hat sich an seiner Farbe gestört, eine Leserin
stört sich an der „Made“. In ihrem Leserbrief mutmaßt sie, dass dem
Künstler wohl das Material ausgegangen ist.“...oder warum haben Sie
einen so muskulösen Körper mit einer so kleinen “Made“ ausgestattet?"
Kein Problem für Rudolf Kley. Sein
David-Aufkleber enthält dies bezüglich einen Lösungsvorschlag. Statt
Made einfach Luftpumpe. Hat er doch schon in der Vergangenheit
behauptet, dass sein Luftpumpenprojekt Viagra für die Kunst ist. Aus
einem gelben Luftpumpenfeld, dass sich an das Weizenfeld anlehnt, in
dem sich van Gogh erschossen hat, will er den Geist von van Gogh
auferstehen lassen. Die Luftpumpen werden in Plastikbecher
gepflanzt, die genau in Sinalco-Kästen passen. Rudolf Kley ist
guter Dinge, dass er jetzt nach 24 Jahren endlich dieses Feld
aufbauen kann. „Die benötigten 5000 Sinalco-Kästen habe ich schon,
jetzt fehlen mir nur noch ein Teil –allerdings ein großer Teil der
benötigten 30 000 Luftpumpen. Die möchte ich mir von den Besuchern
der Loveparade spenden lassen und habe hierzu noch einige Ideen.“
Der malende Apotheker ist mit Boris Becker seinerzeit
in letzter Minute mit seinem Marathon-Bildfolge „11 000 Meter
Stattgeschichte“ ins Guinnessbuch der Rekorde gerutscht, die er
anlässlich des Duisburger Stadtjubiläums gemalt hatte. (Eines dieser
Bilder findet man im Gemäldekatalog des Wilhelm-Lehmbruck-Museums.)
Rudolf Kley: „Auch dieses Feld ist rekordverdächtig. Sollte daraus ein
Guinnessrekord werden, teile ich diesen mit all denen die mir jetzt
eine Luftpumpe spenden. Einzelheiten hierzu später.“
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Pressemeldung vom 16. April 2010
Viagra für die Kunst!

„Mein Luftpumpenprojekt ist Viagra für die
Kunst“ behauptet der streitbare Duisburger Apotheker, Maler und
Aktionskünstler Rudolf Kley. „Nach Männeken Piss haben wir jetzt
endlich auch ein „Männeken steh“. Auf einer Fotomontage verleiht
eine Luftpumpe der rosafarbenen Skulptur David von Peter Feldmann
vor dem Wilhelm Lehmbruck Museum in Duisburg die ausdauernde
Manneskraft.
„Alle Kunst ist Maß“ hat schon Wilhelm
Lehmbruck vor Jahren gesagt, der 1881 in Duisburg-Meiderich
geboren wurde. (Dieser Spruch befindet sich auch auf einer
Betonplatte vor dem Museum in den Boden eingelassen) In Meiderich
ist auch Rudolf Kley zuhause, der 1985 einen Guinnessrekord im Malen
aufgestellt hat und seit 1986, also seit 24 Jahren die Luftpumpe als
Qualitätsmaßstab für Kunst einführt. Auf der Internetseite
www.luftpumpenfeld.de begründet er dies ausführlich und – wie er
hofft- auch allgemeinverständlich. Für sein Projekt benötigt er
allerdings noch 30 000 Luftpumpen. Die will er jetzt bei der
Loveparade einsammeln. „Männeken steh“ soll seinen Wunsch an die
Besucher der Loveparade herantragen.
„Ich
setzte mich seit Monaten auf unterschiedliche Weise dafür ein, dass
die Loveparade stattfindet. Jeder kann sich die Grafik zur
Loveparade kostenlos aus dem Internet herunterladen und ich signiere
sie auch gerne. Vielleicht danken es mir die Besucher, indem sie mir
ihre alte Luftpumpe hier in Duisburg zurücklassen. Der eine hat eben
einen Koffer in Berlin, der andere dann vielleicht eine Luftpumpe in
Duisburg und kommt gerne in diese Stadt zurück. Duisburg hat doch
jetzt eine Menge zu bieten und ist eine richtige Kunstoase!“

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www.deapo.de
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