Freie Wähler in Wählergunst.

Aus Gunst wird Kunst und umgekehrt!

 

Nach einer Umfrage des Focus können sich 17 Prozent der Deutschen vorstellen, im Herbst 2013 den Freien Wählern ihre Stimme zu geben.

Ein Grund mehr für den Duisburger Apotheker, Lokalpolitiker, Aktionskünstler und Guinnessrekordmaler Rudolf Kley, seine Wahlplakate mit dem Logo der Freien Wähler zu Kunstwerken umzugestalten. Rudolf Kley ist Mitglied der Bürger Union / Freie Wähler Duisburg. Die Plakate sind im Juni 2012 bei der Neuwahl des Oberbürgermeister nach der Abwahl von OB Adolf Sauerland in Duisburg angefallen. Jetzt werden sie zu Kunst recycelt. Nach dem Motto „Aus Gunst wird Kunst, aus Kunst wird Gunst!“  sollen sie nach dem Willen des Künstlers auch für die Freien Wähler nachhaltig werben. Rudolf Kley will sie deshalb auf eine bundesweite Ausstellungsreise schicken.

Schaut man sich die Bilder genau an – die ersten findet man bereits auf www.deapo.de  - fällt auf, das das Logo der Freien Wähler NRW vollkommen in die die Malerei der Kollagen integriert wurde. Keine „platte“ Werbung also. Weiter zeigt Rudolf Kley auf allen Bildern seine Zähne. Das führt unweigerlich zu der Frage: „Was will mir der Künstler damit sagen?“.

Rudolf Kley, der auch schon mal Hunde zu hundesteuerfreien Kunstwerken erklärt hat und erst jüngst auch den darniederliegenden Erweiterungsbau des Museums Küppersmühle auf diese Weise als Touristenattraktion in Spiel gebracht hat, hält es nicht nur diesbezüglich mit seinem selbsternannten Ziehvater Marcel Duchamp. „Das Lächeln der Mona Lisa wird überbewertet!“ pflichtet er ihm bei und zeigt deshalb seine Zähne. „Man muss mit dem nötigen Biss an die Sache gehen, ob in der Politik oder in der Kunst!“ Gute Politik ist für ihn eine hohe Kunst. Die traut er den Freien Wählern zu. „Diese Partei hat für mich Perspektive, der Euro nicht, wenn das so weitergeht!“

Es gibt aber noch einen lokalen Bezug. Nicht umsonst lauten die Titel der Bilder Resolution1, Resolution2, Resolution3 usw.. Der Titel soll die Erinnerung an die Übergabe einer Resolution von 6 OB Kandidaten bei der letzten OB Wahl an Vertreter der Stadt Duisburg wach halten. Mit dieser Resolution protestierten die Kandidaten gegen ihre Ungleichbehandlung durch die Stadt Duisburg. Die Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes wurde auch von anderen Institutionen übernommen, z.B. dem Meidericher Bürgerverein und dem Meidericher City Management, die Überparteilichkeit in ihrer Satzung stehen haben. Duisburgs neuer OB Sören Link will sich als Anwalt der Fairness profilieren. Rudolf Kley hat ihm dazu gratuliert. Ihm reicht es aber schon, wenn der OB sich bei der nächsten Wahl als Anwalt des Gleichbehandlungsprinzips profiliert. „Meine Plakatkunst ist deshalb Mahnung und Erinnerung zugleich. Ich bin ein Gegner der Abwahl gewesen, weil hier die Demokratie für die Machtübernahme durch die SPD verbogen wurde. Die Versprechen vor der Abwahl wurden nicht eingehalten. Mit diesem Wissen wäre die Abwahl von OB Sauerland sehr fraglich gewesen. Erinnern möchte ich an das Leid der Katastrophenopfer und ihrer Angehörigen. Mir persönlich hätte dies ein Anstoßen auf den Wahlerfolg verleidet. Ich hätte - im Gegensatz zu Soeren Link - ganz sicher keine einzige Lokalrunde geschmissen. Aber Sören Link wollte ja auch die Loveparade jeden Tag feiern, wenn es die Stadt Duisburg kein Geld kostet!“

 

Parteilose Kandidaten fordern Entschuldigung von der Stadt

 http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/parteilose-kandidaten-fordern-entschuldigung-von-der-stadt-id6768129.html

Resolution1. Es ist besser, die Zähne zu zeigen, als wie Mona Lisa zu lächeln.

Rudolf Kley mit seinem Plakat und seiner Plakatkunst in seinem Atelier

Die Null-EuroWahlkämpfer im Rennen um den OB-Posten in Duisburg

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/die-null-euro-wahlkaempfer-im-rennen-um-den-ob-posten-in-duisburg-id6671245.html

Duisburger OB-Wahlkampf im Weichspülgang

http://www.derwesten.de/region/duisburger-ob-wahlkampf-im-weichspuelgang-id6768311.html

Biografische Anmerkungen zu Rudolf Kley

Seit 1951 lebt Rudolf Kley, geb. 1946 in Wolfenbüttel, in Duisburg-Meiderich. 1976 übernahm er dort die Leitung der Löwen-Apotheke. Seine Liebe gehört von Jugend an der Malerei. Ihr therapeutischer Aspekt interessiert den Apotheker besonders. Er gründet 1977 in Meiderich die Galerie 77 und ein Jahr später die Kulturwerkstatt Meiderich und einen alljährlich stattfindenden Kunstmarkt. Der Freizeitmaler will seinen Mitbürgern Berührungsängste mit der Kunst nehmen und sie zu eigenem schöpferischen Handeln animieren. Mit seiner Aktion „Kunst ist Kohl“ macht Rudolf Kley 1981 bundesweit Furore und lernt dabei Josef Beuys und Wolf Vostell kennen. 1985 kommt er mit der längsten abstrakten Bildfolge ins Guinnessbuch der Rekorde und mit ihren Einzelbildern in viele öffentliche und private Kunstsammlungen. Seit seinem 40. Geburtstag sammelt er Luftpumpen, um die Luftpumpe als Qualitätsmaßstab für Kunst einzuführen und den Vereinbarungscharakter von Kunst und Qualität von Kunst offen zulegen. „Es gibt keinen verbindlichen Qualitätsmaßstab außer dem der Authentizität.“ Er färbt die Luftpumpen gelb, um aus ihnen das Weizenfeld zu rekonstruieren, in dem sich van Gogh erschossen hat. Die Aktion zieht sich bis heute hin. Trotz großer Resonanz in den Medien ist bisher nur einen Teil der benötigten 30000 Luftpumpen zusammengekommen. 2010 unternimmt er alles, um die benötigten Pumpen im Zuge der Loveparade zu erhalten und engagiert sich für deren Durchführung. Die Loveparade Katastrophe raubt ihm für ein Jahr die Lust an der Weiterführung der Aktion. Seine Botschaft erscheint ihm im Verhältnis zu dem entstandenen Leid nicht mehr so wichtig. Mit dem Abstand zur Katastrophe gewinnen die mit dem Projekt "Luftpumpenfeld" verbundenen Ideen wieder Oberhand. Kley glaubt, dass er mit seiner Aktion "So schenke ich Duisburg Millionen!"** sein Kunstverständnis effektiver herüberbringen kann, als mit seinem Luftpumpenfeld. Daran arbeitet er immerhin schon ein Vierteljahrhundert. "Es ist wirklich schwierig, die Luftpumpe als Qualitätsmaßstab für Kunst einzuführen."

** "Es gibt keinen Zweifel daran, dass der daniederliegende Erweiterungsbau der Küppersmühle jetzt ein Kunstwerk ist, denn ich habe es 2011 zum Kunstwerk erklärt, wie Zeitungsberichte belegen.

Ja wie geht das denn, wird jetzt der ein oder andere denken. Da kann man ja gleich alle Autobahnen zu Kunstwerken erklären, um die Maut zu sparen. Da kann ja jeder herkommen.

Natürlich kann da jeder herkommen und das tun. Einfach ist es, wenn der Betreffende dann auch Eigentümer des Kunstwerkes ist und womöglich seine Kunsteigenschaft noch dadurch belegen kann, dass irgendjemand sein „Kunstwerk“ als Kunst kauft. Seit Duchamp ist das so möglich. Das beweist eben die Kunstgeschichte. Dies ist der Kunst-Stil von Duchamp gewesen. So wie es nicht nur einen Impressionisten oder Expressionisten gibt, Stile Nachahmer oder Miterfinder gebären, so ist dieses vor sich hin rottende  Metallgerüst jetzt ein Kunstwerk, so wahr ich, Rudolf Kley, ein Künstler bin.

Da ich in dem Buch über Duisburger Künstler erwähnt werde, ein Werk von mir im Gemäldekatalog des Wilhelm-Lehmbruck-Museums abgebildet ist und ich bereits 1982 mit Werken – übrigens den Vorgängern der Duisburger „Stattgeschichte“- auf dem internationalen Kunstmarkt ART13 in Basel vertreten war, besteht kein Zweifel daran, dass ich auch Künstler bin.

Künstler machen Kunst. Nicht immer nehmen Künstler dabei einen Pinsel in die Hand. Das kann z.B. bei der so genannten Konzeptkunst der Fall sein, wo im Idealfall schon die Idee das Kunstwerk ist.

Jetzt bin ich an dem Punkt angelangt, wo ich von dem Leser dieser Zeilen eigentlich die Frage erwarte, was diese Ausführung denn mit meiner Bewerbung zum Oberbürgermeisteramt zu tun hat. Da möchte ich auf einen Kernsätze meiner Bewerbung zurückkommen. Viele Duisburger sind überzeugt davon, dass wir im Rathaus einen Farbwechsel brauchen. Bunt ist angesagt, nicht Rot. „Kreativität statt roter Zahlen!“ fordere ich. Und wer in Gedanken vielleicht schon einmal mit einer Partei liebäugelt hat, deren Angehörige Augenklappen tragen, dem muss ich leider sagen, dass diese Klappen nicht der besseren Farbwahrnehmung dienen.

Außergewöhnliche Ideen sind gefragt. Ideen, die Geld in die leeren Kassen spülen und die das Image wieder aufrichten. Wenn man keine Geld für die Oper hat, ist das nicht gut für das Image. Aber vielleicht kann Duisburg dann das Laienspiel fördern und in Deutschland König der Straßentheater und Hausmusik werden.

Natürlich kann auch das nur privat gefördert werden. Einen Weg habe ich vor acht Jahren bereits mit „alledu.de“ aufgezeigt. Damals hatten wir 7 OB-Kandidaten. Sie hätten den Grundstein für einen Förderverein legen können, den wir jetzt so dringend brauchen. Statt zu sehen, was es der Stadt Duisburg bringt, sah die SPD damals darin nur eine Werbekampagne für den OB Kandidaten Rudolf Kley. Sie hat eben nicht genau hingesehen und sie tut es vermutlich noch heute nicht, weil sie zu sehr mit dem „Machtspiel“ in unserer Stadt beschäftigt ist. „Die SPD will nur spielen!“ könnte man fast sagen.

Deshalb mein Angebot an die OB Kandidaten, die aus unerfindlichen Gründen nicht zu gemeinsamen Podiumsveranstalten aller Kandidaten auflaufen und sich dort dem Wähler vorstellen dürfen: gründen wir diesen Förderverein der Fördervereine jetzt. Jeder Duisburger kann in diesem Verein für einen kleinen Jahresbeitrag – vielleicht ab 10 € Mitglied werden. Dass dies für diese Fördermitglieder Vorteile bringen kann, die ein Vielfaches des Jahresbeitrages ausmachen können, habe ich an anderer Stelle ausgeführt. Diese Einladung geht natürlich auch an alle anderen OB Kandidaten, auch an Sören Link. Schließlich geht es um Duisburg, auch schon vor der Wahl. Insbesondere Sören Link wirbt ja für sich, dass er Ideen aus der Bürgerschaft sammeln und auf Umsetzbarkeit prüfen will. Da kann man nur hoffen, dass der Prüfprozess nicht länger als die Wahlperiode dauert. Dass nicht alles tot geprüft wird, dass Platz für Spontanes Handeln bleibt, das nicht bis ins Letzte abgesichert ist. Man muss auch den Mut aufbringen, dass man versagt und vielleicht auch vorzeitig abgewählt wird. Anders ist Duisburg nicht zu retten.

Nachdem ich jetzt die Gründung des Fördervereines aller Fördervereine beschworen habe, dessen Name nicht „alledu.de“ heißen muss, komme ich jetzt auf den Anfang meiner Ausführung zurück.

In Duisburg liegt neben dem Museum Küppersmühle ein millionenschweres Kunstwerk. Der Rückbau kostet Millionen. Böse Zungen behaupten, dass sich mit dem Materialwert noch nicht einmal der Abbau bezahlen lässt. Dazu kann ich nichts sagen. Aber vielleicht sollte die Stadt versuchen, dieses Kunstwerk  für viele Millionen bei Sotheby´s oder über andere Kunstaktionshäuser an den Sammler zu bringen. Die Augen der Welt richten sich dann wieder auf Duisburg. Aber anders als bei der Loveparade. Es müsste allerdings die  Auflage geben, dass das Kunstwerk Duisburg als Touristenattraktion erhalten bleibt. Über den Handel  mit Souvenirs erschließt sich Duisburg dann eine ganz neue Einnahmequelle, die Hotels sind ausgebucht, die Reisenden lassen ihr Geld in der Stadt und die Gewerbesteuereinnahmen sprudeln nur so. Der Anbau „wirbt auch ohne Sammlung für die Stadt, wie er es vielleicht auf der Spitze der Küppersmühle nie gemacht hätte. Torsi findet man in vielen historischen Museen. Das ein Museum oder ein Teil eines Museums zum Torso wird, aber eher selten, wenn gar nicht woanders.

Solche und noch viele andere, im Ansatz vielleicht „verrückte“ Ideen brauchen wir, weil uns die Normalität aus unserer Misere nicht weiter hilft. Diese Misere darf einfach kein Normalzustand werden. Überlegen Sie gründlich, welchem Kandidaten Sie es zutrauen, dass er Duisburg ideenreich aus dem Schlamassel führt. Duisburg braucht keinen OB, der schwach ist weil er sich bei allem was er tut bei seinen Ziehvätern und Müttern rückversichern muss, der sich gegenüber der Landesregierung wohl verhält und nicht auf mupft. Hannelore Krafft war für die Loveparade. Sie kannte die Örtlichkeit, Sören Link kannte die Örtlichkeit und wollte am liebsten jeden Tag feiern. Beide haben dies anscheinend vergessen oder in die Vergessenheit verdrängt. Als Oberbürgermeister für Duisburg brauchen wir keine Marionette aus Düsseldorf. Ins Rathaus gehört Farbe. Kreativität gegen rote Zahlen. Dabei bleibe ich."

 

Rudolf Kley

Duisburg, den 24. Mai 2012