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1995 - 1998 |
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Jeder Mensch
ist ein Placebo! Rudolf Kley führte auch den sogenannten
"Placebotest" ein. Eine Arbeitshilfe für Apotheker, die anhand
dieses Fragebogens die Antwort auf die Frage, ob das zu
bewertende Medikament überhaupt sinnvoll ist, erleichtern
sollte. |
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Bachblütenkrieg in Meiderich |
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Tausende konnten die Botschaft
im Vorbeigehen oder -fahren lesen |
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Rudolf Kley im
Atelier an der Arbeit bei seinen "Huesemann-Bildern" |
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Mit dieser CD
startete die Firma Lauer/Fischer ihre Art-Collektion |
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| Rudolf Kley bleibt dem Thema treu. Seinen
fünfzigsten Geburtstag feiert er 1996 in der Galerie 77 mit
einer Ausstellung. Titel: „Placebo 50. Jeder Mensch ist ein
Placebo" Die Kraft, mit der ein Placebo heilt, steckt in jedem
Menschen. Warum soll man dann welche Schlucken? Die Gäste
erhalten eine Urkunde und können diese Erkenntnis schwarz auf
weiß nach Hause tragen. Im Januar 1997 erklärt er die
Abgeordneten des Bundestages zu Placebo und schickt jedem
Abgeordneten eine auf seinen Namen ausgestellte Urkunde.
Auslöser war die Diskussion um die Erhöhung der
Patientenzuzahlung. Für den Apotheker sind Placebo die Exoten im
Arzneimittelzoo: „Doch nirgendwo steht ein Schild „Füttern
verboten". Manche halten Placebos deshalb auch nur für die
Goldesel ihrer Hersteller und ihrer Verkäufer. Doch die Dukaten
kommen von den Verbrauchern. Die richtige Arznei wird zum
Glückspiel!" Zum „Tag der Apotheke" hält Kley einen Vortrag
„Placebo in, Krankheit out" Quintessenz für Kley: „Die Patienten
sollen ihren Arzt und Apotheker erst einmal nach der Wirksamkeit
der Arznei und der Therapie befragen, dann können sie sich immer
noch Gedanken über die Nebenwirkungen machen". Über die
Antworten macht Kley sich allerdings keine Illusionen. Die
ärztliche Therapie hat schon immer den Placeboeffekt genutzt.
Der Anteil wächst anscheinend. Den Patienten werden immer öfter
Therapien angeboten, die die Krankenkassen nicht übernehmen.
Nach Rudolf Kley müsste es das Ziel einer modernen
Gesundheitserziehung sein, dass jeder diese Placeboeffekte bei
Bedarf in sich selbst abrufen kann. Das wäre wirklich Kosten
sparend und das Gesundheitswesen wäre gerettet. Nicht alle
Kollegen sind dieser Meinung. Schließlich kann man auch am
Placebo ganz schön verdienen. Auch an "Bach-Blüten". In
Meiderich kommt es ja deshalb sogar zum „Bach-Blüten-Krieg". Ein
Kollege aus Marburg, Dr. Gregor Huesmann, zettelt den Krieg aus
einem vergleichbaren Grund mit einem Hersteller an. Er stellt
Haifischknorpelpulver als den „Scheiß des Monats" an den
Pranger. Er handelt sich so eine existenzbedrohende Klage ein.
Rudolf Kley richtet sofort ein Spendenkonto für den Marburger
Kollegen ein: „Damit wir auch in Zukunft den Mund noch aufmachen
können!" Den einzahlenden Apothekern, Studenten und Professoren
verspricht er als zusätzlichen Anreiz eine Grafik. Nach Jahren
gewinnt der Dr. Huesmann den Prozess. Für die „art collection"
der Firma Lauer-Fischer gestaltet Rudolf Kley die erste WINAPO
CD-ROM im Dezember 1997. |
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