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Kommunalwahl 2009 |

Kommunalwahl 2004 |
Rudolf Kley 47137 Duisburg
Bahnhofstr. 134 Tel
0203/442999 (Löwen-Apotheke)
Warum
sind Gegenkandidaten bei der Abwahl ein Tabu?
Statement des
zweifachen Alt-OB-Kandidaten Rudolf Kley zur Abwahl:
Nur jemand, der sich der Abwahl des OB
oberflächlich nähert, kann den Eindruck haben, dass es sich hierbei um eine
Aufarbeitung der Loveparade handelt. Gerade diejenigen, die einen Neubeginn
fordern, haben die Stadt Duisburg -bildlich gesprochen- mit einem
Minengürtel in eine Ecke manövriert, aus der sie angeblich nur durch
Abtauchen (Abwahl) und Wiederauftauchen (Neubeginn) wieder herauskommt. Auf
das Nächstliegende nämlich die Entfernung des Minengürtel kommen sie
nicht, sondern wollen gleich den Steuermann auswechseln. Ob der Nachfolger
allerdings überhaupt Kapitänspapiere hat, kann keiner beurteilen. Der Name
des neuen Steuermannes wird nur geheim gehandelt. Warum aber soll der
Abwähler den neuen OB im Sack kaufen? Das ist eine himmelschreiende
Zumutung!
Das Ergebnis der Abwahl kann niemand vorhersehen. Die Chancen stehen gut,
dass OB Sauerland im Amt bleibt. Selbst Alt OB Krings tat sich schwer dabei
der Abwahlinitiative beizutreten. Was hat die Abwahlinitiative dann
erreicht? Sie und die mit ihr verbandelten Politiker haben der Stadt
Duisburg eine Menge Geld gekostet. Sie haben in der Stadt für Unruhe
gesorgt. Die Katastrophe konnte sich nicht setzen. Auf dem Image der Stadt
Duisburg wurde mächtig herumgetrampelt. Wirklich ein Bärendienst. Das eigens
für die Machtübernahme ein neues Gesetz gemacht wurde, tritt dem Fass den
Boden aus. Man muss sich das mal vor Augen führen. Hätte die Abwahl durch
die Ratsherren geklappt, wäre niemand auf die Idee gekommen, ein solches
Gesetz zu machen. Es geht nicht um eine Vervollkommnung der Demokratie
sondern nur um grenzenlose Macht. OB Sauerland soll durch eine Marionette
der SPD ersetzt werden. Ich würde mich nicht wundern, wenn jemand bereits am
Abend der Katastrophe dem OB zugeraunt hätte: "Jetzt haben wir Dich. Pack
schon mal Deine Sachen!"
Oft habe ich mich gefragt, was wohl passiert wäre, wenn es zu einem
Busunglück mit vielen Toten durch die Nachtabschaltung der Ampeln gekommen
wäre. Hätte dann auch der Kopf des OB rollen müssen, obwohl doch die
Politiker im Rat die Abschaltung beschlosssen haben? So wie sie auch OB
Sauerland mit der Durchführung der Loveparade beauftragt haben! Jetzt soll
OB Sauerland ohne Schuldspruch gehängt werden um von ihrer Verantwortung
abzulenken:
Gefeuert werden müssten nach meiner Ansicht alle Politiker dieser Stadt, die
das Ansehen und Ansinnen ihrer Partei über das der Stadt Duisburg und das
der Bürger dieser Stadt gestellt haben. OB Sauerland hat im Zusammenhang mit
der Loveparade-Katastrophe sicher keine glückliche, über der Sache stehende
Figur abgegeben. Brauchen wir an seiner Stelle aber einen Schauspieler der
das kann? Wie gehen wir mit dieser Ehrlichkeit und Unbeholfenheit um? Hätte
ihm nicht die ganze Stadt, Politiker und Bürger zur Hilfe eilen müssen?
Stattdessen sofort dieses Hickhack und das satanische Grinsen: „So, jetzt
kommen wir wieder an die Macht!" Doch liegt auch mir Schadenfreude nicht
ganz fern. Habe ich das Bild von Sauerland und Wulf im Kopf, wo dieser den
OB einsam im Regen stehen lässt. Und jetzt steht Wulf selbst da. Es scheint
doch irgendwo Gerechtigkeit zu geben. Und so vertraue ich darauf, dass
unredliche Gemüter auch bei dieser Abwahl abgestraft werden.
Alle guten Dinge sind
angeblich Drei. Zweimal war ich bereits OB Kandidat. Ein drittes Mal möchte
ich es mir gerne verkneifen.
Rudolf Kley
Duisburg, den 17.01.2012
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