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Luftpumpenfeld für Vincent van Gogh. Luftpumpen sind der richtige
Qualitätsmaßstab für Kunst?
Der
Satz „Andererseits würden wir nicht auf die Idee kommen, das
Verständnis für Kunst an einer Luftpumpe zu erproben." beschäftigte
mich auch noch nach meiner Pumpaktion in Orsoy. Für mich war die
Aussage einfach falsch. Das Verständnis für Kunst kann man an allen Dingen
festmachen und an allen Dingen, einschließlich der Menschen,
erproben. Wie den Gegenbeweis antreten?
Angesichts des von van Gogh gemalten Weizenfeldes mit Raben im
Kröller Müller Museum erkannte ich, dass es die Identität von Werk
und Leben ist, die ich unterbewusst immer als Maßstab für
künstlerische Arbeit angelegt habe. Dies brachte mich auf die Idee,
die Luftpumpe als Qualitätsmaßstab für Kunst einführen und dass
Weizenfeld, in dem sich Vincent van Gog erschossen hat, aus
Luftpumpen nachstellen zu wollen. Dieses Feld würde die Skulptur
gewordenen Antwort auf alle Fragen zur Kunst und Qualität von Kunst
werden, die bis in meine Schulzeit zurückreichen. Woher aber die 30
000 Luftpumpen nehmen, die ich nach erster
Berechnung für die Rekonstruktion benötigte?
Es
blieben nur zwei Möglichkeiten übrig. Entweder die Luftpumpen zu
kaufen, oder aber über geeignete Aktionen und die Berichterstattung
darüber möglichst viele Menschen zu erreichen, die mir ihre
Luftpumpen für diesen Zweck dann spenden würden.
Anfangs wollte ich mir einen Teil der Luftpumpen kaufen. Das Geld
sollte der quadratmeterweise Vorabverkauf des Luftpumpenfeldes
erbringen. Ich schrieb 100 Museen, Kunstvereine und Institutionen
wie z.B. Mercedes in Stuttgart an und bekam Briefe voller
Anteilnahme zurück, aber kein Geld.
Also rief ich anlässlich meines 40. Geburtstages am 22.12.1986 zu
einer Luftpumpenspende auf und bekam an diesem Tag von meinen
Gratulanten, die endlich wussten, womit sie mir eine Freude machen
konnten, jede Menge Luftpumpen geschenkt. Während unten, in der
Parterre die Gäste meinen Geburtstag feierten und manche schon das
Haus verließen, hielt ich in meinem Atelier unter dem Dach mit
beiden Armen weit über hundert Luftpumpen umschlungen. Der zur
Fixierung der Pumpen in einem flachen Kasten benutzte Füllschaum
wollte einfach nicht erhärten.
Auch Johannes Rau hätte dem „arzneikundigen Kulturmacher aus
Meiderich" zu den Glückwünschen gerne eine Luftpumpe beigelegt, aber
die alte für das Verlagsbuchhändlerfahrrad hatte der
Ministerpräsident verlegt und die neue wollte er mit nach Bonn
nehmen, „damit dort viel neuer Luftzug entsteht." Zum Schluss
wünschte er mir neunundzwanzigtausendachthundertsechsundneunzig
Luftpumpen. Leider ging sein Wunsch bis heute nicht in Erfüllung. 14
Jahre später bat ich ihn darum - Johannes Rau war inzwischen
Bundespräsident geworden-, mir doch die für Bonn nicht mehr
benötigte Luftpumpe zu überlassen, um viele andere Bürger zu dem
gleichen Schritt zu animieren.
Als ich in der Zeitung las, dass man sich in China Luftpumpen in den
Teestuben leihen kann, rief ich sofort in der chinesischen Botschaft
an. Nachdem ich am Telefon dreimal das Wort Plastik buchstabieren
musste und als Antwort zu hören bekam, dass es doch an jeder
deutschen Tankstelle eine elektrische Pumpe gibt, kamen mir Zweifel
ob ich richtig verstanden worden war und legte auf.
Dann
fiel mir die Documenta ein. Schließlich handelt es sich bei den
meisten Besuchern doch wohl um aufgeschlossene Zeitgenossen. „Wenn
nur jeder 10. Besucher mir eine Luftpumpe mitbringt, dann muss es
klappen", dachte ich und schrieb flugs den Oberbürgermeister von
Kassel an. Mein Luftpumpenfeld wollte ich jetzt der Documenta
gegenüber in Form eines Fragezeichens aufbauen. Es kam kein
positiver Bescheid. Der Oberbürgermeister hatte kein Plätzchen frei,
weil die Stadt Kassel die Aufgabe des künstlerischen Leiters „weder
beeinflussen noch konterkarieren" will. Der künstlerische Leiter
Manfred Schneckenberger tröstete mich: „Keine Angst, die Documenta 8
wird ihr Fragezeichen hinter einen allzu genormten Kunstbegriff
schon selber setzten."
Kassel war mir auch nicht mehr ganz so wichtig. Hatte es doch
inzwischen ein Gespräch mit dem „Na, sowas" Macher Holm Dressler
gegeben. Er teilte mir mit, dass Thomas Gottschalk mir bei der
Pumpensuche durch täglich Berichterstattung während der
Funkausstellung in seiner ZDF Sendung „Siehste" helfen wollte. Jetzt
musste ich nur noch einen Platz in Berlin finden, an dem die
Zuschauer das Luftpumpenfeld wachsen hören und sehen konnten.
Das
Pumpenfeld schnitt ich deshalb auf die Berliner Verhältnisse zu.
„Luftpumpenfeld am Checkpoint Charlie" hieß der neue Arbeitstitel.
Oberbürgermeister Diepgen und den Staatsratsvorsitzenden Erich
Honecker bat ich um Erlaubnis, rechts und links der Mauer Pumpen
sammeln dürfen. Das Feld wollte ich förmlich über die Mauer klettern
lassen, die Mauer auf diese Weise überwinden und damit ein Zeichen
der Hoffnung setzen. Das Feld sollte beide Teile Berlins verbinden.
Schließlich gab es nur ein Berlin, das 750 Jahre alt wurde!
Der „skulpturenboulevard"
geschädigte Oberbürgermeister reichte die Angelegenheit an seinen
Kultursenator weiter. Dieser ließ mich durch seine Abteilungsleiter
wissen, dass die Mauer kein Ort für ein Happening sei „und auch
keine Pinnwand; sie ist ein Instrument der Unmenschlichkeit." Der
Osten würde eine solche Aktion nie zulassen.
Postwendend wies ich darauf hin, dass der Osten ja noch nicht
abgesagt hatte und fragte nach, was denn bei seiner Zusage geschehen
würde. „Dies ist dann so spektakulär, dann müssen wir über die ganze
Aktion neu nachdenken", hieß es in etwa sinngemäß. Verständlich,
hatte doch der Spiegel gerade über ein Projekt der „Mythos Berlin
Ausstellungs GmbH" unter der Überschrift „Russe von hinten"
berichtet. Es ging dabei um einen Künstlerwettbewerb zur „behutsamen
Verstädterung" des Betonwalls. Von diesem Wettbewerb erfuhr ich
leider erst aus diesem Artikel. Jan Laessig, Mitorganisator dieser
Veranstaltung bedauerte, dass ich meine Unterlagen nicht eher
eingereicht hatte. Eine Berücksichtigung, eine Verlegung des
Luftpumpenfeldes von der Mauer auf den Anhalter Bahnhof war jetzt
organisatorisch nicht mehr drin.
Zwischenzeitlich hatte ich Kontakt zu dem Bund der Steuerzahler in
Berlin aufgenommen. Ein ziemlicheinseitiger Kontakt, denn trotz
meiner sieben Anrufe und dem permanent abgegebenen Versprechen
meiner Gesprächspartnerin, mir Fotokopien der Pressemitteilungen und
Berichte über die Aktivitäten dieses Bundes im Zusammenhang mit den
Protesten und „Buh" Rufen wider den Skulpturenboulevard, habe ich
dergleichen nie erhalten.
Dabei wollte ich doch nur, dass alle „Buh-Rufer", „76% der Berliner
Bevölkerung", diese Schätzung gab der Künstler Vostell in einer
Talkshow von sich, ihren Unmut durch eine Luftpumpenspende
ausdrückten.
Unter
dem Titel „Einblicke" liefen hier zeitgleich die Duisburger Akzente.
Bei der Eröffnung hatte der Kulturminister der DDR betont, wie
wichtig Kunst als Mittel der Verständigung auch über deutsche
Grenzen hinweg sei. Warum ich keine Stellungnahme des
Staatsratsvorsitzenden zu meiner Anfrage bis dato bekommen hatte,
konnte mir eine diese „Einblicke" betreuende Funktionärin auch nicht
sagen. Vielleicht ahnte Honecker ja, dass die Mauer bald sowieso
fallen würde.
Meine
letzte Hoffnung für einen Auftritt in Berlin war die Firma Sony. Der
hatte ich einen Verschönerungsvorschlag für ihren Stand auf der
Fernsehmesse geschickt, den ich, nachdem mir bis Juli keine
Entscheidung mitgeteilt wurde, wieder zurückzog. Viele Monitoren
sollten teichförmig auf dem Boden ausgebreitet werden und von einem
„Luftpumpenschilf" umgeben werden. Die Monitoren sollten in einer
ganz spezifischen Weise eine Aufzeichnung meines
Guinnessrekordbildes wiedergeben und so verdeutlichen, dass Bilder
immer aus Bildern kommen. Eine Brücke, ähnlich der, wie sie van Gogh
immer gemalt hat, sollte über diesen Kunstteich führen und dem
Betrachter den richtigen Abstand ermöglichen.
Welchen Stellenwert das Luftpumpenfeld für mich inzwischen für mich
eingenommen hatte, mag man der Tatsache entnehmen, dass ich es
Kaspar König für seine „Weltausstellung" der Ideen anbot. Er schrieb
zurück: „Die in Frankfurt anstehende Ausstellung bezieht sich auf
weniger literarische Ideen und geht in eine andere Richtung." Was
hat er damit nur gemeint?
Einen
Stellplatz für das Luftpumpenfeld zu finden war schon sehr
schwierig, 30 000 Luftpumpen zusammenzubringen schien aber nur
einfacher zu sein.
Zwar brachte mir ab und zu auch jemand in der Apotheke eine
Luftpumpe vorbei, das Gelbe vom Luftpumpenfeld war es aber nicht.
Deshalb ließ ich jetzt den Geist von van Gogh förmlich aus dem
Luftpumpenfeld auferstehen und jeder konnte ihm sein Ohr leihen.
In der
Praxis sah dies so aus. Ich bastelte ein leicht transportables 1 qm
großes Luftpumpenfeld und stellte dahinter ein Bild, das zeigte, wie
sich van Goghs Geist aus einem Luftpumpenfeld erhob. An der Stelle,
wo van Goghs linkes Ohr gesessen hätte, hatte ich ein Loch in das
Bild gemacht, durch die jeder Ausstellungsbesucher, das Bild nahm
ich jetzt immer auf Ausstellungen mit, sein Ohr stecken konnte. Mit
der Polaroid Kamera, die auf sein Ohr gerichtet war, wurde
dieser
Vorgang festgehalten. Das Polaroid Bild wurde in eine Grafik „Gehe
und leihe van Gogh Dein Ohr!" so eingefügt, dass es jetzt Teil
dieser Grafik wurde. Der Betreffende konnte es zu hause an die Wand
hängen und seinen Besuchern erzählen, wie und weshalb er an diese
Grafik gekommen war. Für mich persönlich war es wichtig, dass auch
der damalige Verwalter von Kunst - und Kulturmaßstäben, der
Bundesminister für Bildung und Wissenschaft Jürgen Möllemann, der
Aktion sein Ohr auf dem FDP-Parteitag in der Mercatorhalle lieh, als
er die Gemeinschaftsausstellung mit dem Beuysschüler Alfred Grimm
eröffnete und auch das Geleitwort zu meinem Kalender für das Jahr
1990, „Ich male, also lebt van Gogh!" schrieb.
1990 jährte sich zum einhundertsten Mal der Todestag von Vincent van
Gogh. Das Grußwort zu dem Kalender schrieb damals Duisburgs
Oberbürgermeister. OB Krings, der es mir anscheinend nicht übel
genommen hatte, dass ich anlässlich der Universiade vor dem Stadion
gegen die Entsorgung hochgiftiger Filterstäube in einem Meidericher
Wohngebiet protestiert hatte. Allerdings kam die Meidericher
Bevölkerung meinem Aufruf nur sehr vereinzelt nach,
mit
Luftpumpen gegen die fragwürdige Entsorgung von Filterstäuben zu
protestieren. Das Feld sollte gegebenenfalls in Form der olympischen
Ringe vor dem Stadium entstehen, in dem die Universiade stattfand.
Den Besuchern der Universiade setzte ich so genannte
Filterschutzhauben auf. Die Besucher fotografierte ich mit diesen
Hauben
und benutzt diese Fotos zur Bereitung von Bilduntergründen. Die
Bilder stellt ich in der DGHS-Akademie Düsseldorf, in den Räumen der
„Deutschen Gesellschaft für humanes Sterben" in Düsseldorf aus.
DGHS-Präsident Atrott kaufte bezeichnenderweise eines dieser Bilder
für die Bundesgeschäftsstelle in Augsburg.
Im
Rahmen der 14. Duisburger Akzente 1990
„Unser
Haus Europa" zeigte ich „Malerei an der Wende". Die Einladungskarte
entstand nach dem Motto „Würde van Gogh heute noch leben, gingen
ihm auch Luftpumpen durch den Kopf!" Danach entwarf ich eine
„Russlandgrafik". Eine Luftpumpe treibt auf dieser Grafik ein Schiff
an, das van Goghs Weizenfeld nach Russland bringt. Es wird von einer
Friedenstaube gesteuert. 100 Bestellungen gingen ein, nicht genug,
um den aufwendigen Druck von 1000 Exemplaren zu finanzieren
und tatsächlich Weizen oder ähnliches nach Russland zu schicken..
Bei jeder Gelegenheit machte ich auf meine
Luftpumpensammelleidenschaft und die damit verbundene Absicht
aufmerksam.
Es gab
neben Rundfunkbeiträgen, mehrere Fernsehbeiträge, z.B. in der ARD
(Allerhand -Bilder, Menschen und Geschichten) . Der WDR lud mich mit
meinem Feld zu „Gesucht – Gefunden" ein und ließ für die Zuschauer
sogar ein Luftpumpenorchester auftreten. Ich wandte mich an den
Initiativkreis Ruhrgebiet, einem Kreis namhafter deutscher Firmen,
die sich dem Ruhrgebiet besonders verbunden fühlten. Tatsächlich
bekam ich von einigen Mitgliedern auch Luftpumpen, darunter von
einem Max Dietrich Kley, der später
auch Vorstandsvorsitzender der Infineon war.
Er
erkundigte sich bei dieser Gelegenheit gleich nach einem möglichen
Verwandtschaftsverhältnis.
Immer
wieder gab es Gelegenheiten, das Verständnis für Kunst anhand der
Luftpumpe zu erproben. 1995 bot sich eine solche Gelegenheit in
Berlin bei der Verhüllung des Reichstages durch die Künstler Christo
und Jeanne Claude. Da habe ich meinem inzwischen leider verstorbenen
Hund Hubertus die Reichstagverhüllung mit der Luftpumpe in der Hand
erklärt. Er hat zwar verständnisvoll genickt, war sich aber wohl
nicht ganz sicher ob er jetzt in die Lappen beißen sollte oder
nicht. Nach dem Motto „Kunstwerk beißt Kunstwerk". Immerhin hatte
ich ihn und andere Hunde zwischenzeitlich per Urkunde in den Rang
eines Kunstwerkes erhoben – denn der Hund als Kunstwerk kommt in den
entsprechenden Gebührenordnungen der Städte für die Hundesteuer
nicht vor. (Siehe auch „Jeder Hund kann ein Kunstwerk sein“) Als
Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Hundesteuerzahler
Duisburg e.V. musste ich einfach so handeln. Über diesen Akt wurde
bundesweit geschmunzelt. Er brachte mir auch den Stern der Woche von
Stern TV ein.
Das
Angebot des Polizeipräsidenten für die Platzierung des Feldes vor
dem Präsidium in Münster kam für mich im Jahr 2000 sehr
überraschend. Schließlich lag der Beginn der Aktion schon 14 Jahre
zurück. Ich fühlte mich aber trotzdem gewappnet und sagte Ja. Zwar
ärgerte ich mich ein wenig darüber, dass ein Zeitungsbericht dieses
Ja schon vorweggenommen hatte bevor es ausgesprochen war, aber das
Luftpumpenfeld war und ist bei meinen Aktionen nach wie vor mein
Lieblingskind. Das Thema dieser Aktion ist zeitlos, also auch heute
noch brandaktuell, geht es doch auch nach der Jahrtausendwende jedem
Menschen bewusst oder unterbewusst darum, seinem Leben einen Sinn zu
geben, den höchstpersönlichen, vor sich selbst akzeptierten Maßstab
für sein Leben zu finden. Die Suche nach diesem Maßstab ist ganz eng
verknüpft mit der Frage nach dem Sinn des Leben.
Schließlich bin ich 1978 mit meiner Überzeugung an die
Öffentlichkeit gegangen, dass jeder Mensch Erfolgserlebnisse braucht
und der Arbeitsprozess diese durch seine häufig nicht am
menschlichen Wesen orientierte Gestaltung kaum zulässt.
Arbeitslosigkeit natürlich noch viel weniger. Glückspillen sind kein
Ausweg. Bleibt nur Kreativität. Man sollte nur nicht über
selbstausgelegte Fußangeln in Form missverstandener oder blind
übernommener Maßstäbe stolpern.
Nachdem in den vergangenen Jahren meine Malerei immer näher an
meinen Beruf gerückt war – 1994 „Nur Arzneimittel sind
Arzneimittel", 1996 „Jeder Mensch ist ein Placebo!", 1999/2000 „Fett
weg!" sah ich in dem für Münster geplanten Luftpumpenfeld auch ein
Gesundheitsdenkmal, denn im Gesundheitswesen ist einfach keine Luft
mehr. Letzten Endes konnte es mir aber egal sein, ob mir Luftpumpen
als Zeichen eines Protestes, zur Unterstützung einer Kunstaktion
oder zur Förderung eines gemeinnützigen Zweckes gespendet wurden,
denn ich selbst wollte dieses Feld auch als Skulptur erleben und
dazu brauchte ich nun einmal 30 000 Luftpumpen. Also gab es
entsprechende Berichte und Aufrufe in pharmazeutischen Zeitungen und
Ärztezeitungen. Reaktionen blieben leider aus. Auch mein Angebot,
das Feld vor seiner Realisierung an einen Sponsor zu verkaufen und
das Geld krebskranken Kindern zu stiften, fand leider kein Echo.
Dabei hätte ich dies für sehr motivierend für Luftpumpenspender
gehalten. Effektiver war da die Anweisung des Polizeipräsidenten an
alle Polizeidienststellen in NRW, Luftpumpen entgegen zu nehmen, die
dort aufgrund vieler Zeitungsberichte auch abgegeben wurden.
Bundespräsident Rau wollte bei seinem Besuch in Münster anlässlich
der Eröffnung des Picasso Museums durch ihn auch seine Luftpumpe zu
dem Feld beisteuern, sagte alle Termine im September aber wegen
seiner Erkrankung ab. Von der Veranstaltung mit dem
Bundespräsidenten und den begleitenden Presseberichten hatte ich mir
einen erheblichen Wachstumsschub für das Luftpumpenfeld versprochen.
Der blieb jetzt aus. Wie in den Jahren zuvor blieb das Feld
unvollendet. Zum Einsatz kamen die Luftpumpen erst wieder beim
"Kreuzzug für die Mercatorhalle", einem Protest, der den geplanten
Abriss der Mercatorhalle in Duisburg leider nicht verhindern konnte.
(Inzwischen steht hier das „Citypalais“) Wann van Goghs Geist aus
einem gelben Luftpumpenfeld aufsteigen wird, steht wieder in den
Sternen, nachdem es auch zur Buga 2011 in Duisburg nicht klappen
kann, weil diese Veranstaltung inzwischen abgesagt wurde. Das Motto
dieser Veranstaltung war „BUGA Duisburg verbindet". Die Idee des
Luftpumpenfeldes wäre 2011 genau 25 Jahre alt gewesen. Einen
Plakatentwurf, der einen blauen Luftpumpenreiter zeigte, hatte ich
bereits gemalt.. Der "Luftpumpenreiter" überbrückt auf diesem Bild
eine Kluft und bewegt sich auf ein blühendes Duisburg zu. Es wäre
einfach zu schön, wenn dieses Feld ein Vierteljahrhundert nach
seiner „Grundsteinlegung“ endlich aufgebaut werden könnte.
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